Einige Kernelemente des Mental-Trainings


Momentane Situation und Zielsetzung

"Wer nicht weiss, wo er hinwill, braucht sich nicht zu wundern, dass er ganz woanders ankommt." (Volksmund)
"Zielklarheit - das ist 80 Prozent des Erfolgs." (Brian Tracy)


Ausgangspunkt jeder Beratung ist eine detaillierte Beschreibung der momentanen Situation, was man auch als Analyse des Ist-Zustandes bezeichnen könnte. Worin liegt genau mein Problem? Was bereitet mir Sorgen und Schwierigkeiten? Was möchte ich verbessern? - Damit unmittelbar verknüpft ist eine möglichst exakte Definierung des Ziels, das ich erreichen möchte. Was ist mir wichtig? Was möchte ich in meinem Leben erreichen? Welche Wünsche und Träume erfüllen? Genügend Zeit sollte auch der Frage gewidmet werden, ob dieses Ziel auch wirklich mein persönliches Ziel ist. Ist es nicht vielleicht ein Ziel, das ich übernommen habe, das andere von mir erwarten, das von Werbung und der Gesellschaft suggeriert wird, das für mich selbst aber gar nicht besonders erstrebenswert ist? Zudem sollten auch die Folgen immer im Auge behalten werden, welche das Verfolgen und Erreichen eines Ziels mit sich bringt. Bin ich mir über die Konsequenzen im Klaren und bereit, diese auf mich zu nehmen? Ziele sollten deshalb immer auf die persönlichen Werte abgestimmt werden, ansonsten sind Konflikte vorprogrammiert.

Das Mental-Training also gewissermassen als geistiges Werkzeug, das behilflich sein soll den erwünschten Soll-Zustand zu erreichen.

 

Die Macht der Gedanken

"Du bist heute das Ergebnis dessen, was Du gestern gedacht hast." (Buddha)
"Unser Leben ist das, wozu unsere Gedanken es machen." (Marc Aurel)

Die beiden Zitate illustrieren es sehr schön. Genau deshalb ist es so wichtig, dass wir das Richtige  denken, dass wir positiv, konstruktiv und in Lösungen denken. Häufig wird deshalb in diesem Zusammenhang von Gedankendisziplin gesprochen - eine der Schlüsselfähigkeiten für ein glückliches und erfülltes Leben. 
 

Selbstvertrauen oder der Glaube an sich selbst

"Ob Sie nun glauben, dass Sie eine Sache tun können oder Sie aber nicht tun können, so haben Sie in jedem Fall Recht." (Henry Ford)
"In dem Augenblick, in dem Du von etwas überzeugt bist, von diesem Augenblick an wird Dein Traum Wirklichkeit werden." (P.Collier)

Wie ich an eine Sache herangehe, entscheidet massgeblich über den anschliessenden Ausgang. Ein Ziel ist nur dann erreichbar, wenn ich fest von dessen Erreichen überzeugt bin. Ein sehr wichtiger Bestandteil des Mental-Trainings ist deshalb die Stärkung des Glaubens an sich selbst. Ein gesundes Selbstbewusstsein ist die Basis für den späteren Erfolg.
 

Durch Visualisieren das Unterbewusstsein unterstützend gewinnen

"Jedesmal, wenn ich mir meinen Erfolg vor meinem geistigen Auge vorstelle, kommt er leichter zu mir." (Liah Kraft-Macoy)
"Visualisieren heisst, sich etwas so vorzustellen, dass diese Vorstellung zur Realität wird." (Shakti Gawain)

Durch bildhaftes Vorstellen eines erwünschten Zustandes aktivieren wir unser Unterbewusstsein. Gerade im Spitzensport nutzen mittlerweile viele Athletinnen und Athleten die Technik des Visualisierens. Sicherlich erinnern sich noch viele an die Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City, als der Skispringer Simon Ammann sensationell Doppelolympiasieger und über Nacht zum gefeierten Star wurde. Wie äusserte sich damals Ammann in einem späteren Interview zu seinem Erfolg: "Ich hatte im Kopf, wie es ablaufen musste. Ich wusste, wie das Aufwärmen, die Kraftvorbereitung sein mussten - alles, bis hin zur Landung. Das Bild passte so gut, dass ich nur noch das machen konnte, was ich mir vorgestellt hatte."
 

Entspannungstechniken

"Die grössten Ereignisse sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillen Stunden." (Friedrich Nietzsche)
"Meditation ist keine Flucht aus der Wirklichkeit, sondern eine gelassene Begegnung mit der Wirklichkeit." (Thich Nhat Hanh)

Durch Entspannungstechniken wie z.B. autogenes Training, progressive Muskelentspannung, Yoga, Meditationen, etc. wird Stress abgebaut, man kommt zur Ruhe, findet seine Mitte und vergisst für eine gewisse Zeit die Alltagssorgen. Sicherlich sehr effektive und für Geist und Körper wohltuende Techniken. Problematisch wird es dann, wenn eine Technik als reine Symptombekämpfung angewendet wird. Wenn jemand einen stressigen, belastenden Alltag hat, sollte in erster Linie der Frage nachgegangen werden, wie man diesen Zustand dauerhaft ändern kann. Entspannungstechniken sollten deshalb möglichst komplementär eingesetzt werden. Das Hauptaugenmerk sollte aber immer auf die wahre Ursache eines bestimmten Problems gerichtet sein.
 

Das Gesetz von Ursache und Wirkung

"Was man sät, das erntet man."  (Redewendung)

Das Gesetz von Ursache und Wirkung ist vielleicht das fundamentalste Lebensgesetz überhaupt. Durch unser Denken, unser Fühlen und Handeln setzen wir laufend zum Teil bewusst, vielfach aber auch unbewusst Ursachen, die entsprechende Wirkungen nach sich ziehen. Wir selbst sind verantwortlich für unser Leben und bestimmen, was und in welcher Form in unser Leben tritt. Es ist sehr bequem das Schicksal, andere Menschen oder einfach Pech für irgendwelche Probleme verantwortlich zu machen, nur entspricht dies kaum der Wirklichkeit. Wir selbst haben die freie Wahl, welche Ursachen wir setzen wollen - der Rest ergibt sich von allein...

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