Sport und mentales Training


Neu ab November 2017: Sportmentaltraining mit separatem Internet-Auftritt


Workshop "Der mentale Faktor im Tennis – auch mentale Stärke ist trainierbar"

Vermutlich würden so ziemlich alle Tennisspielerinnen und –Spieler der Aussage zustimmen, dass die Leistung im Tennis zu einem beträchtlichen Teil auch im Kopf stattfindet. Wer Vertrauen in sein Spiel hat, entschlossen und ruhig agiert, wer sich über einen längeren Zeitraum aufs Wesentliche konzentrieren kann und auf die verschiedenen Situationen mit konstruktiven Gedanken reagiert, hat einen entscheidenden Vorteil.

Währenddem technische, physische und taktische Aspekte häufig gezielt trainiert werden, wird für den mentalen Bereich vielfach aber überhaupt nichts getan. Dabei lassen sich auch mentale Aspekte trainieren. In diesem Workshop wird gezeigt, wie dies aussehen kann: Was beinhaltet eigentlich genau der Begriff mentale Stärke? Welche Faktoren fallen darunter? Wie können diese positiv beeinflusst und gestärkt werden? Es werden verschiedene Massnahmen und Strategien aufgezeigt. In zwei Praxisblöcken auf dem Tennisplatz können die Teilnehmer dies dann unmittelbar erfahren.

Weitere Infos unter: www.tennismentaltraining.ch


Wohl in keinem anderen Lebensbereich liegen Erfolg und Misserfolg, Freude und EnttäuschungPhoto Kelly Holmes, ausgelassener Jubel und bittere Tränen so nahe beisammen wie im Sport. Sekundenbruchteile entscheiden vielfach über den Ausgang Zieleinlauf 100m Herren-Finale von Athen eines Wettkampfs - Sportlerinnen und Sportler sollten deshalb in der Lage sein genau zum Zeitpunkt X möglichst ihr wahres Leistungspotential abrufen zu können. Dazu bedarf es aber spezifischer mentaler Fähigkeiten. Herausragende Sportlerinnen und Sportler zeichnen sich nicht nur durch aussergewöhnliche koordinative Fähigkeiten, taktisches Geschick und eine gute Physis aus, sondern besitzen ausserdem eine mentale Stärke, die sich aus verschiedenen geistigen Fähigkeiten zusammensetzt: der Kontrolle und Steuerung ihrer Gedanken, einem konstruktiven Umgang mit Emotionen, der Konzentrationsfähigkeit, einem produktiven Umgang mit Druck, einer gesunden Einstellung zum Wettkampf, dem Selbstvertrauen, der Eigenmotivation, etc. Alles Fähigkeiten, welche man gezielt trainieren und weiterentwickeln kann. Mentales Training hat deshalb in den letzten Jahren im Sport enorm an Bedeutung gewonnen und gilt heute als einer der Erfolgsfaktoren. 

Timothy Gallwey, Autor des Klassikers "Tennis - das innere Spiel" und eigentlicher Begründer des Coachings, hat es anhand des Beispiels Tennis folgendermassen ausgedrückt. Schüttler und Kiefer an der Siegerehrung Dabei unterscheidet Gallwey zwischen unserem bewussten Denken, dem Verstand, den er als Selbst 1 bezeichnet und dem Unterbewusstsein, Selbst 2 genannt: "In jedem Spieler ist die Art der Beziehung, die zwischen Selbst 1 und Selbst 2 besteht, der wichtigste und entscheidende Faktor für seine Fähigkeit, die Kenntnis der Technik in wirkungsvolle Handlungen umzusetzen. Mit anderen Worten, der Schlüssel zu besserem Tennis - oder zu überhaupt etwas Besserem - ist in der Verbesserung der Beziehung zwischen dem bewussten Bestimmer, Selbst 1, und dem unbewussten automatischen Macher, Selbst 2, zu finden."

Photo Matthew EmmonsLindsay Davenport, während vielen Jahren eine der weltbesten Tennisspielerinnen, beschrieb die Bedeutung des mentalen Bereichs einmal mit den Worten: "The game with yourself is often tougher than the battle against any opponent."  - eine Erkenntnis, welche die meisten Wettkämpferinnen und Wettkämpfer wohl aus eigener Erfahrung nur bestätigen können.

Naheliegend deshalb, dass neben dem technischen, physischen und taktischen Training, auch das Üben und Verbessern mentaler Fertigkeiten und Fähigkeiten ein fester Bestandteil der Vorbereitung sein sollte!